Das Aus der Jugendwerkstatt von Labora in Barsinghausen ist für die Stadt ein großer Verlust, machen die Grünen in Barsinghausen deutlich. Erst im Februar hatte die Geschäftsführerin Daniela Möhlenbrock in der Fraktionssitzung von der Lage berichtet. „Damals schien es noch Möglichkeiten zu geben, zumindest das Angebot für junge Menschen, die aus den verschiedensten Gründen keine reguläre Schule besuchen können, aufrechtzuerhalten. Nun besteht nach persönlicher Rückmeldung von Daniela Möhlenbrock keine Hoffnung mehr. Das Aus der Jugendwerkstatt ist besiegelt. Das ist sehr bedauerlich“, erklärt Sabine Freitag, Fraktionsvorsitzende der Grünen in Barsinghausen. Auch im Sozialausschuss wurde das Thema bereits angesprochen und im April war ein Bericht von Labora geplant. Jugendwerkstätten sind insgesamt ein wichtiger sozialpolitischer Beitrag zur Jugendförderung und an der Schnittstelle zwischen Schule und Arbeitswelt. Auch die Stadt hat die Werkstatt mit dem Angebot zur Schulpflichterfüllung unterstützt.
„Die Verbindung zwischen Bildung, Jugendschutz, beruflicher Perspektive und Kreislaufwirtschaft ist bei Labora in der Region Hannover innovativ und zukunftsweisend. Das Aus widerspricht der notwendigen Unterstützung für Jugendliche in herausfordernden Lebenslagen und hat negative Auswirkungen auf die sozialen Sicherungsstrukturen in Barsinghausen“, betont Dorota Szymanska, die Sprecherin des Ortsverbandes und Bürgermeisterkandidatin bei der kommenden Kommunalwahl.
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