„Hitzeschutz ist auch Gesundheitsschutz. Wenn wir Pläne für den Hitzeschutz beschließen und konkretisieren, dann sind dies vor allem Maßnahmen, die dem Schutz der Gesundheit von Bürgerinnen und Bürgern dienen sollen. Die Hitzewellen dieses Sommers werden leider keine Einzelereignisse bleiben, sondern uns künftig häufiger beschäftigen und ohne Vorsorge erneut Menschenleben kosten“, sagt Bärbel Cronau-Kretzschmar aus der Grünen Ratsfraktion. Auch wenn es leider bislang nur Empfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen in Kommunen gibt und die Finanzierung noch als freiwillige Aufgabe allein bei der Stadt liegt, haben die Grünen in diesem Spätsommer einen Antrag zu einem Hitzeaktionsplan gestellt. Nach einer ausführlichen Beratung des Antrags im Ausschuss für Planen, Umwelt- und Klimaschutz am 24. September wurde der Antrag nun in einer leicht geänderten Fassung erneut vorgelegt und einstimmig beschlossen. Im Beschluss wird die Stadtverwaltung beauftragt auf Grundlage des Leitfadens zur Erstellung von Hitzeaktionsplänen in der Region Hannover konkrete Maßnahmen für Barsinghausen zu erarbeiten.
Zentrale Idee des Leitfadens: Der Einsatz eines Warnsystems, die Reduzierung von Hitze in Innenräumen, die besondere Beachtung von Risikogruppen wie Älteren, Kleinkindern und Säuglinge. Auch die Gesundheitssysteme sollen auf den Umgang mit Hitzebelastungen vorbereitet werden. Außerdem geht es im Leitfaden um bauliche Maßnahmen zur Abkühlung dicht bebauter Flächen oder auch um das Aufbrechen entsiegelter Flächen. Wie diese Maßnahmen konkret in Barsinghausen umgesetzt werden, soll die Verwaltung im ersten Quartal 2027 im Fachausschuss vorstellen. Außerdem wurden mit Blick auf den kommenden Doppelhaushalt 2027/28 50.000 Euro für den Hitzeschutz mit Sperrvermerk eingeplant.
„Es ist ein wichtiger Schritt in Richtung Klimafolgenanpassung vor Ort! Wir hoffen, dass das Thema auch auf Bundes- und Landesebene an Bedeutung gewinnt und die Kommunen bei der Finanzierung nicht allein gelassen werden. Außerdem freuen wir uns sehr, dass die Verwaltung unsere Anregungen aus dem Jahr 2024 zu einer grünen Achse zwischen Volkers Hof und Ziegenteich aufgegriffen hat und sind gespannt, was dazu in Kürze dem neuen Rat vorgelegt wird. Auch hier geht es darum, Klimaoasen mitten in der Stadt an zentralen Stellen zu schaffen. Erfreulich ist, dass es dafür offenbar endlich eine große Mehrheit im Rat gibt“, betont Fraktionsvorsitzende Sabine Freitag. Die Grünen werden das Thema trotzdem weiter im Blick behalten.